EZB warnt vor Crash 10


Die Europäische Zentralbank warnte überaschend deutlich vor einem Crash an den Finanzmärkten. EZB

 

Was sagt die EZB?

Die EZB warnte in ihrem Financial Stability Review  vor Verwerfungen an den Finanzmärkten. Das Risiko einer „abrupten“ Korrektur hätte sich an den Märkten „intensiviert“. Die Gründe sind unter anderem eine gestiegene politische Unsicherheit die Banken, die Finanzstabilität als solches und das Wirtschaftswachstum bedrohe. Quelle

 

 

 

 

Als politische Unsicherheiten werden das Verfassungs-Refferendum in Italien vom Wochenende genannt, die Parlamentswahlen in Frankreich und den Niederlanden im nächsten Jahr, außerdem die Bundestagswahl in Deutschland.

Spannend ist jedoch, dass der Dax und auch der Italienische MIB nach leichten Tubulenzen zum Ende des Börsentages höher notierte als am Morgen.

 

Die USA

Auch die Wahl von Donald Trump und dessen Agenda hin zum Protektionismus, könnten den Welthandel bremsen und für Unsicherheit bei Internationalen Investitionen sorgen.

Donald Trump will in Zukunft die Infrastruktur in den USA erneuern. Das soll vorrangig mit neuen Schulden realisiert werden. Dazu hat er im Wahlkampf versprochen, die Produktion wieder in die USA zu holen und dazu die Zölle für importierte Waren zu erhöhen.

Der Protektionismus könnte zudem zu einer Dollar Aufwertung führen, was die Weltwirtschaft insbesondere die Schwellenländer, aber auch Deutschland bremsen könnte.

 

Die europäischen Banken

Aus Sicht der EZB ist die Situation im euroäischen Bankensystem äußerst angespannt. Die Verwundbarkeit sei insgesamt hoch. Gerade die älteste Bank der Welt, die italienische Monte Paschi steht vor der Pleite und soll mit Staatsgeldern irgendwie über Wasser gehalten werden, damit diese Bank nicht das Bankensystem in den Abgrund reißt wie im Jahr 2008 Lehman Brothers.

 

Was tun?

Ich persönlich werde keine weiteren Aktien verkaufen. Aber ich halte aktuell meine Investitionen zurück und habe den großteil meiner Liquidität in Dollar geparkt.

Ich hoffe nicht, dass es zu einem großen Crash kommt, aber dass selbst die EZB davor warnt macht mir schon Sorge.

 

Was denkst du über die Aussage der EZB und der Sorge vor dem Crash?

 

 

 


Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

10 Gedanken zu “EZB warnt vor Crash

  • ETF-Investor

    Ständig wird von irgendwem vor irgendetwas gewarnt. Und natürlich kann man in nahezu alles ein Anzeichen für den baldigen Crash hineininterpretieren. Ich selbst habe grundsätzlich einen sehr hohen Anteil an Liquidität direkt in meinem Depot bereitliegen und kaufe bei stark fallenden Kursen schrittweise nach. Ich vertraue darauf, dass das Geld langfristig von den Hektischen zu den Besonnenen wandert und der Gewinn maßgeblich in einem günstigen Einkauf liegt.

    Generell investiere ich allerdings auch nur in Unternehmen, von denen ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass sie einen Crash nicht überleben oder eben in breite ETFs, bin in dieser Hinsicht also in einer sehr komfortablen Situation und mache mir daher eigentlich kaum Sorgen, langfristig tatsächlich Geld zu verlieren.

  • Christian

    Hi,

    warum denkst du sollte ein stärkerer Dollar Deutschland ausbremsen? Vor kurzem haben sich Europa und USA noch versucht gegenseitig zu übertrumpfen, wer seine Währung stärker abwerten kann. Da eine zu starke Währung die Gefahr bietet, dass Exportländer darunter leiden, wie beispielsweise Deutschland. Wie passt das jetzt mit dem genauen Gegenteil zusammen? Oder hat sich die EZB da nur etwas aus den Fingern gesaugt?
    Was denkst du dazu? :)

    VG Christian

    • Ric Beitragsautor

      Hi Christian,

      grundsätzlich hast du recht, jede (Export-) Nation versucht ihre Währung so gering wie möglich zu halten, damit die Waren für den Kunden aus einem anderen Währungsraum günstiger werden.

      Bei der USA und dem Dollar gibt es jedoch momentan einige Faktoren, die dafür sorgen, dass der Dollar stärker wird.
      Vor 3 1/2 Jahren stand der Dollar beispielsweise gegen den Euro deutlich niedriger bei 1,36.

      1.) Dadurch, dass die EZB die Anleihekäufe (Gelddrucken) immer weiter hoch fährt und die FED (US-Amerikanische Notenbank) nicht nur ihre Anleihekäufe eingestellt hat, sondern die Zinsen sogar schon 2 mal in kleinen Schritten angehoben hat, ist es für Investoren natürlich attrativer ihr Geld im Dollar-Raum anzulegen, da dort die Zinsen höher sind, als beispielsweise im Euro-Raum und auch die Zinsdifferenz zwischen dem Dollar und den Schwellenländern kleiner geworden ist.

      2.) Hat Donald Trump drei Dinge angekündigt. Erstens will er die USA mehr von der Welt abschotten. Zweitens will er die Steuersätze in den USA für Unternehmen senken, dies führt dazu, dass vermehrt Geld in den Dollar-Raum fließt, da es für Unternehmen natürlich besser ist, dorthin zu gehen, wo es sich für sie am meisten lohnt. Nur am Rand, die Steuersätze für Unternehmen waren noch nie! so niedrig wie heute und die USA und GB haben angekündigt diese noch weiter zu senken, was zu einem Wettlauf bei den niedrigsten Steuersätzen für Unternehmen führen wird.
      Und zweitens will er 1 Billionen! USD in die US-Amerikanische Infrastruktur investieren. Dazu benötigt er natürlich extreme Summen an Investorengeldern. Diese bekommt er nur, wenn er dafür einen ordentlichen Zins anbietet. Dadurch fließen mehr Gelder in den Dollar-Raum und der Dollar wird dadurch stärker.

      3.) Dazu kommt, dass die USA im Konjukturzyklus weiter ist, als der Rest der Welt. Die USA erwirtschaften aktuell wieder ein Wirtschaftswachstum von 2%, was zwar nicht viel, aber im Internationalen Vergleich super ist. Dies spiegelt sich wie eben beschrieben in steigenden Zinsen und einer stärkeren Inflation wieder.

      4.) Ein weiterer Punkt ist die Schwäche der Schwellenländer die die Investoren natürlich lieber in den sicheren Hafen, die USA flüchten lässt. Dadurch, dass die Schwällenländer aber zu einem großen Teil in Dollar verschuldet sind, nehmen ihre Probleme immer weiter zu, weil ihre Währung schwächer und wie gesagt, der Dollar stärker wird. Auch die niedrigen Rohstoffpreise tuen ihr übriges, indem sie der USA helfen (Importeur von Rohstoffen) und den Schwellenländern schaden (Exporteuere von Rohstoffen). In Venezuela, Ägypten, Nigeria, Angola, Usbekistan usw. kommt es schon zu Nahrungsmittelengpässen, da diese Länder keine Dollarreserven mehr haben und somit keine in Dollar gehandelten Rohstoffe mehr kaufen können. Sehr unschön, für die dort lebende Bevölkerung…

      5.) Noch ein weiterer Punkt, der dem Dollar hilft, ist die immer noch anhaltende weltweite Bankenkriese. Die Banken in den USA stehen deutlich besser da, als die Banken in dem Rest der Welt. Auch dies führt zu einer Flucht in den Dollar-Raum.

      Was du sagst stimmt. Wenn der Dollar stärker wird, dann wird die Industrie in den USA darunter leiden, so wie unter Reagan 1985. Trotzdem können die USA ihre Dominanz und die Dollar-Stärke zu ihrem Vorteil nutzen.

      Eine kurze Frage, eine lange Antwort 😀

      Viele Grüße
      Ric

  • Mein Geldanlage Vergleich

    Die EZB warnt vor einem Crash. Hat die EZB nicht selbst eine Menge dazu beigetragen die Wahrscheinlichkeit eines Crashs zu erhöhen?
    Wer unendlich Geld ohne Sicherheiten druckt der trägt meiner Meinung nach nicht dazu bei das die Crash Wahrscheinlichkeit verringert wird. Ich bin auch ziemlich sicher, dass der nächste Crash kommen wird. Es ist nur die Frage wann und wie umfangreich dies passieren wird. Welche Strategie dann die richtige ist kann man auch nicht so genau vorher sagen. Man wird hinterher schlauer sein. Die Vergangenheit hat allerdings gezeigt, dass Sachwerte wie Aktien, Immobilien, Edelmetalle usw. eine gute Absicherung gewesen sind. Aus diesem Grund investiere ich darin weiter und hoffe, dass es nicht so schlimm ausfällt.

    Gruß Klaus-Dieter

    • htrader079

      Das war auch mein Gedanke. Die EZB pumpt wie blöd Geld in den Markt, begünstigt somit Blasenbildungen und warnt dann vor einem etwaigen Crash, häh? Die Banken werden sich eines Tages noch richtig umgucken, wenn das komplette Finanzsystem umgekrempelt wird, siehe FinTechs oder Kryptowährungen ala Bitcoin.

      just my 2 cents…..

      • Ric Beitragsautor

        Hallo htrader079,

        blasenbildung sieht man aktuell sehr gut im Immobilien- und auch im Aktienmarkt.

        Die niedrigen Zinsen dienen vor allem dazu, dass sich die Staaten günstig verschulden können.
        Allerdings schaffen es Staaten wie Griechenland, Spanien, Italien oder Portugal nur gerade so sich über Wasser zu halten.
        Wenn die Zinsen wieder steigen, dann werden einige Staaten sehr große Probleme bekommen und in die Pleite gehen.
        Dragi sagt ja selbst, er kauft nur Zeit und die Politik müsste jetzt Reformen antreiben. Allerdings lassen die noch immer auf sich warten.

        Der deutsche Staat könnte die niedrigen Zinsen nutzen um in unsere marode Infrastruktur zu investieren.
        So günstig wie jetzt war das noch nie.
        Statdessen propagiert der Staat die „schwarze Null“.
        Unsere Straßen und Brücken sind baufällig und der Ausbau des Internets ist fast auf dem Level eines Entwicklungslandes. Schweden und Estland machen vor wie es geht.
        Ich bin grundsätzlich dagegen sich zu verschulden, aber in die Infrastrutur muss investiert werden, um Deutschland weiter vorne zu halten und besser jetzt, als wenn die Zinsen wieder steigen.

        Viele Grüße
        Ric

  • wirtschaftswaise

    Die Tatsache, dass Wahlen in Demokratien als politische Unsicherheit eingestuft werden, wirft ein bestürzendes Licht auf das Selbstverständnis der EZB.

    Dazu kommt noch, dass die EZB ihre eigene stark destabilisierende Rolle im aktuellen Finanzgeschehe vollkommen ausblendet.

    Diese Ignoranz bzw. diese Verschleierungs- und Ablenkungsmanöver sollten uns wirklich Angst machen.

  • Finanzielle Freiheit

    Hallo Ric,

    Auch ich habe von der Warnung der EZB gelesen. Allein frage ich mich wie ich vorhersagen kann, dass jetzt bald ein Crash kommt – oder eben nicht. Ich habe große Bedenken, dass es langfristig gelingt, mit Market-Timing Zusatzerträge zu erzielen. Es könnte ja auch gut sein, dass Deine Cash-Position die nächsten zwei Jahre weiter anschwillt, während es am Markt stetig nach oben geht. Zudem frage ich mich, wie Du nach einem Crash den optimalen Einstiegszeitpunkt wählen würdest.

    Ich halte es daher möglichst simpel und investiere stetig mit Cost Averaging. Wenn der Crash kommt, dann investiere ich natürlich weiter und kann so meine Position verbessern. Siehe dazu auch folgenden Artikel: https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/11/17/investieren-mit-dem-durchschnitt-der-cost-average-effekt/

    Was meinst Du?

    Viele Grüße,
    FF

  • Vermögensanleger

    Moin Ric,

    danke für deinen Artikel. Mir persönlich ist es eigentlich egal, ob es zu einer abrupten Korrektur kommt. Wenn es so kommen sollte, werde ich qualitativ hochwertige Dividendenaktien einsammeln. Wenn nicht, freu ich mich über den Wertzuwachs in meinem Depot.

    Meine Haushaltsfinanzen sind geordnet und die existenziellen Risiken abgesichert. Wie ich dazu vorgegangen bin, kannst du hier nachlesen:

    http://vermoegensanleger.de/category/finanzsetup/

    Von daher mach ich mir keine Sorgen bzgl. eines Crashs. Der letzte größere ist jetzt neun Jahre her. Allein das erhöht die Wahrscheinlichkeit, unabhängig davon wer so alles vor was warnt.

    Schöne Grüße
    Marco

  • Markus

    Ja, so ne Krisenwarnung mit dem irrationalen Überschwang hatte Greenspan damals auch ausgegeben… müsste nachlesen, die Warnung war glaube ich ca. 6 Jahre zur früh…

    Liquidität in Dollar vorübergehend als Absicherung? …. Jedem sein Bier! 😉