Abgeltungssteuer: Wird die Steuer bald erhöht? 6


Aufgrund des weltweiten Austauschs von Steuerdaten ist Steuerflucht in Zukunft immer schwieriger. bundestag-851739_1920

Dann kann der Staat die Steuern erhöhen und die Bürger können nicht mehr flüchten. Wann und ob die Steuererhöhung für die Anleger kommt und was für Auswirkungen das auf die Kapitalerträge und die Dividende hat, darauf gehe ich in folgendem Beitrag ein.

 

Die Geschichte der Steuern 

 

 

 

Steuern gibt es seit dem es Geld gibt. Eigentlich sogar schon etwas länger. Damals musste man häufig den „zehnten“ an den jeweiligen Herrscher abtreten, der damit sein Leben und seine Armee finanzierte. Später mit Geld, früher in Naturalien. Die wenigsten Herrscher hatten jedoch irgendwann genug. Oft wurden sie größenwahnsinnig, führten teure Kriege, lebten in saus und braus und erhöhten dafür die Steuern.

In der Geschichte der Menschheit war der häufigste Grund für Revolutionen und Bevölkerungsaufstände eine zu hohe Steuer. Selbst die französische Revolution hat ihre Ursprung darin, dass die Bürger die Steuern nicht mehr zahlen wollten und darum ihren damaligen König Ludwig XVI stützten. Quelle

Auch heute noch ist die größte Angst einer jeden Regierung die Macht des eigenen Volkes. Aus diesem Grund werden Steuern gerne unterschwellig oder bei großen sportlichen Ereignissen erhöht wenn das Volk abgelenkt ist. Zum Beispiel während der Fußball WM 2006 als die Mehrwertsteuer von 16% auf 19% erhöht wurde oder bei der Fußball WM 2010 als die Krankenversicherungsbeiträge erhöht wurden. Quelle

Ein weiterer Weg die Steuern zu erhöhen ist es, an den Neid der Leute zu appellieren. Oft wird gesagt, dass die Steuer „die Reichen“ treffen soll und nicht die armen Bürger. Das Robin Hood Prinzip wird dabei gerne genannt. Die wenigsten wissen jedoch, dass das Robin Hood-denken dafür verantwortlich ist, dass die Mittelschicht so stark besteuert wird. Dazu folgend einen kurzen Ausflug ins Jahre 1874.

 

1874 die Einführung der Einkommenssteuer

In England, wo die Einkommenssteuer erfunden wurde, gab es ausschließlich Verbrauchssteuern und Zölle auf alle importierten Waren außerdem Grundsteuern.

Ab 1793 bekriegten sich Frankreich und England. Die Kriegskosten von England beliefen sich dabei auf 831 Mio. GBP. die Steuereinnahmen brachten jedoch nur 209 Mio. GBP. Also überlegte sich der damalige Premierminister William Pitt, dass man die Vermögenden zu Kasse bitten wolle und er erließ das so genannte „Triple Assessment“, dass sich an dem voraussichtlichen Verbrauch von Waren der Bürger orientierte.

Aufgrund dessen, dass es keine Möglichkeiten der Sanktionierung gab, wurden massig Steuern hinterzogen, so dass das Triple Assessment als Fehlschlag abgetan wurde.

Im April 1799 trat dann auf bestreben des Finanzministers hin eine Steuer in Kraft, die sich an dem Einkommen orientierte. Somit war es die erste Einkommenssteuer der Geschichte. Auch damals gab es schon eine Steuerprogression um die Menschen mit höherem Einkommen stärker zu besteuern, als die ärmeren, so lag der Steuersatz bei 0,8% und stieg auf bis zu 10%. Auch das Eintreiben der Steuer wurde professionalisiert, so dass es eine Behörde zum eintreiben der Steuern gab, ähnlich unserem heutigen Finanzamt.

England gewann den Krieg und die Menschen forderten, dass die Steuer wieder abgeschafft würde, was auch im Jahr 1802 der Fall war.

Der Frieden währte nicht lange, so dass die Steuer 1803 wieder an- und am Ende des Krieges 1816 wieder abgeschafft wurde. Der Unterschied zur vorherigen Steuer war, dass der Maximalsteuersatz bei 5% lag.

1842 steckte England in finanziellen Schwierigkeiten und führte die Steuer mit dem Argument die Reichen bestrafen zu wollen wieder ein. Das Ergebnis war jedoch, dass vor allem die Mittelschicht von Steuern belastet wurde, da diese eine viel größere Menge darstellten und die wirklich Reichen es durch ihre Lobby schafften Schlupflöcher zu schaffen, zum Beispiel damals durch die ersten Gesellschaften.

Das Problem war im weiteren Verlauf der Geschichte, dass der Staatsapparat immer weiter gewachsen ist und somit auch die Steuern weiter steigen mussten. Immer wieder ließen sich die Leute mit dem Argument ködern, vor allem die Reichen würden belastet. Jedoch schlug die Steuer immer auf die Mittelschicht mit dem vielen Geld durch und die Reichen schafften es immer wieder die Gesetze zu umgehen. Quelle

 

Steuern heute

Heute ist es noch fast genauso wie früher. Die Linke wirbt für Steuererhöhungen die den Reichen schaden soll und die Reichen winden sich aus der Falle wie ein Aal.

Auch das Steuersystem funktioniert noch so wie früher, nur das der Maximalsteuersatz für die Einkommenssteuer mittlerweile auf gigantische 45% angestiegen ist. Zudem gibt es in Deutschland um die 50 weiteren Steuerarten Quelle. An jeder Stelle werden mittlerweile Steuern erhoben, so gibt es in Deutschland zum Beispiel eine Kinosteuer, eine Alkopopsteuer und eine Feuerschutzsteuer. In Summe wurden durch alle Steuern im Jahr 2014 593 Mrd. EUR an Steuern eingenommen. Quelle

Häufig wird gesagt, dass die oberen 10% der Bevölkerung 55% der Steuern zahlen. Das ist jedoch falsch, da man hierbei so tut, als gäbe es nur die Einkommenssteuer. In Wahrheit lag das Steuer- und Abgabenaufkommen alleine durch die Einkommenssteuer nur bei 19,6% (Jahr 2008).

Die Sozialversicherungsabgaben haben den größten Anteil der Abgaben ausgemacht, nämlich 46,4%. (Die Finanzwissenschaft ist mittlerweile einstimmig der Meinung, dass auch der Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsabgaben mit zu den Aufkommen der arbeitenden Menschen gewertet werden muss, da ohne die Abgaben die Gehälter höher wären).

Die Umsatzsteuer (auch Mehrwertsteuer genannt) sorgt für 16,8% des Aufkommens. Die Unternehmenssteuer trägt nur 6% zum Steuer und Abgabeaufkommen bei. Die Restlichen Steuern sorgen für 9% des Aufkommens.

Jetzt kommt das kuriose. Die Vermögenssteuer bei der man denkt das wäre unglaublich viel, trägt nur sage und schreibe 2% zum Steuer- und Abgabeaufkommen bei. Quelle

Wenn man die Steuerquote und die Abgabenquote von 2013 zusammenrechnet, dann kommt man auf eine gesamte Abgabenquote von 45% aller Einkommen Quelle. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. 45% aller Einkommen werden einbehalten um die Administration und die Sozialsysteme am laufen zu halten. Gigantisch.

 

Die Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer wurde am 01.01.2009 eingeführt. Dadurch wurde das Steuersystem vereinfacht und die Steuersätze aus Kapitalerträgen angepasst. Vorher wurden zum Beispiel für Dividenden 20% an Steuern veranschlagt und für Kapitalanlagen 30%. Heute werden 25% auf alle Kapitalerträge fällig, zudem gab es früher eine Spekulationsfrist von 2 Jahren. Hat man also eine Aktie länger als 2 Jahre gehalten, waren die Kursgewinne steuerfrei. So einen Luxus gibt es heute leider nicht mehr. Wir sind jetzt alle Spekulanten. Quelle

Bei der Höhe der Abgeltungssteuer hat man sich am europäischen Ausland orientiert, um konkurrenzfähig zu bleiben und es nicht zu begünstigen, dass Anleger ihr Geld ins Ausland schaffen um so der höheren Steuer in Deutschland zu entgehen. Peer Steinbrück sagte damals zur Einführung der Abgeltungssteuer den bekannten Satz „Lieber 25 Prozent von X als 42 Prozent von gar nix“. Quelle

 

Aktuelle Entwicklung

Die OECD Länder (die entwickelten westlichen Länder) sind dabei, einen Austausch der Steuerdaten zu ermöglichen, somit wäre es für den Anleger nicht mehr möglich Gewinne am deutschen Finanzamt vorbei zu erwirtschaften und so vom niedrigeren Steuersatz im Ausland zu profitieren. Wenn der Staat die Möglichkeit hat die Steuern zu erhöhen, dann macht er davon leider ausnahmslos gebrauch.

Aufgrund des Austauschs der Steuerdaten hat Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nun in einem Interview mit der WirtschaftsWoche gesagt, dass die Abschaffung der Abgeltungssteuer dann möglich sei und so auch wieder höhere Steuersätze auf Kapitalerträge denkbar sein. Quelle

Die SPD ist begeistert, die Grünen unterstützen den Vorschlag und die CDU findet den Vorschlag nicht gut. Schäuble würde mit der Abschaffung gerne bis nach der Bundestagswahl 2017 warten, dann die Steuer jedoch zeitnah abschaffen.

 

Was ändert sich steuerlich konkret?

Nach der Idee von Schäuble, müsste man dann die Dividenden und Kapitalerträge wieder mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuern. Dazu jetzt eine Verdeutlichung und die Rechnung, wie viel EUR man dann wirklich weniger netto hätte.

Zum Verständnis: Kapitaleinnahmen würden sich dann wie zum Beispiel Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit verhalten. Dementsprechend müsste dann für die Kapitalerträge der jeweilige Grenzsteuersatz gezahlt werden.

Durchschnittlicher Einkommenssteuersatz: Damit es nicht zu Verwechslungen kommt: Schaut man sich seine Lohnsteuerbescheinigung an und rechnet die gezahlte Lohnsteuer mal 100 durch das Bruttoeinkommen, dann erhält man seinen durchschnittlichen Steuersatz. Dieser ist für die Kapitalerträge unerheblich.

Grenzsteuersatz: Angenommen unsere fiktive Beispielperson Peter hat ein Bruttoeinkommen von 60.000 EUR, dann werden die ersten 8.472 EUR durch den Freibetrag mit 0 EUR versteuert. Auf den ersten EUR darüber hinaus zahlt er den Eingangssteuersatz von 14%, der sich linear auf den Spitzensteuersatz erhöht.

Erhält Peter nun Kapitalerträge zahlt er dafür den Grenzsteuersatz. In unserem Beispiel wäre es ab 52.882 EUR der Spitzensteuersatz von 42% der bis 250.731 EUR konstant bleibt und dann sprunghaft auf 45% ansteigen würde. Bei allen Steuersätzen muss natürlich noch der Solidaritätszuschlag hinzugerechnet werden und ggf. die Kirchensteuer.

Angenommen unser Peter erhält 10.000 EUR an Dividende im Jahr, dann muss er aktuell 25% Abgeltungssteuer zahlen plus des Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Abgeltungssteuer also in Summe 26,375%. Wenn Peter einer Kirche angehört, dann würde er nochmal 1,96% mehr zahlen (Baden-Württemberg) und 2,20% in allen anderen Bundesändern diesen lassen wir jedoch hier außen vor. Berücksichtigen muss man dann noch den Freibetrag von 801 EUR für Kapitalerträge.

 

Abgeltungssteuer: Mit der jetzigen Abgeltungssteuer hätte Peter so: 7.573,76 EUR netto (10.000-801*(100-26,375/100)+801)

Einkommenssteuer: Würde Schäuble es schaffen die Abgeltungssteuer abzuschaffen, würden Peter dann nur noch bleiben: 5.569 EUR (10.000 *(100-42/100)-(10.000*(42/100)*(5,5/100))

In Summe hätte Peter dann 2.004,76 EUR mehr an Steuern gezahlt und das Geld natürlich weniger in der Tasche. Das Geld wäre dann zudem der Macht des Zinseszinses entzogen.

 

Fazit

Ich persönlich finde die Abgeltungssteuer gut, da sie günstig ist und einfach zu berechnen. Würde die Steuer nun wieder abgeschafft, ist es für uns alle noch schwieriger für das Alter vorzusorgen und wir wären dann noch weiter von den USA mit ihren Steuerfreien 401 k Konten zur Altersvorsorge entfernt.

Ich verstehe nicht, warum das Wohl der Bürger dem deutschen Staat so egal ist.  Es werden nur Versicherungsprodukte empfohlen die nichts bringen und das Kapital in Zukunft noch stärker besteuert. Das Problem mit der Altersarmut wird so immer schlimmer. Das Bild oben rechts mit dem Spruch „Dem deutschen Volke“ könnte geändert werden in „Der deutschen Versicherungslobby und der deutschen Verwaltung“.

Für mich persönlich wird es dann etwas schwieriger mein Kapital zu vermehren. Wenn ich jedoch von der Dividende lebe, dann habe ich sowieso einen so geringen Steuersatz, dass es für mich durch die Günstigerprüfung egal wäre, ob ich nun über die Abgeltungssteuer oder die Einkommenssteuer versteuern müsste.

 

 

Was denkst du über die geplante Abschaffung der Abgeltungssteuer und über Steuern und die hohen Kosten der Verwaltung allgemein?


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6 Gedanken zu “Abgeltungssteuer: Wird die Steuer bald erhöht?

  • Ex-Studentin

    Wirklich toller, informativer und ausführlicher Beitrag! Wobei mir der Inhalt ziemlich Angst macht. Wenn der Staat nun sogar von den Kapitalerträgen die Hälfte abhaben will, wie soll man da noch sinnvoll fürs Alter vorsorgen? Die Bevölkerung wird dadurch immer abgestumpfter. In meinem Bekanntenkreis höre ich immer mal „Wofür soll man überhaupt sparen?“ Wobei das auch für das restliche Sozialsystem gilt. Wieso sollte ich im Studium was dazu verdienen, wenn selbst die Geschwister dann weniger Bafög bekommen? Wieso sollte ich was zu meinem Hartz4 dazu verdienen, wenn mir oder meinen Eltern der Zuverdienst direkt abgezogen wird? Sparen wird bestraft. Die „Mittelschicht“ bricht immer mehr weg. Wer auf ausschüttende Aktien oder ETFs setzt, müsste bei Abschaffung der Kapitalertragssteuer dank Maximalsteuersatz plötzlich doppelt so viel erwirtschaften. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Staat uns alle an der kurzen Leine halten will. Obwohl ich immer froh über das deutsche Sozialsystem war, fühle ich mich immer mehr vom Staat enteignet. Unnötiger Bürokratismus bei der Abrechnung kommt noch hinzu.

    • Matthias

      Zumindest ist es bei Kapitalerträgen für den Staat relativ schwer zuzugreifen. In der Pension kann ich immer noch meinen Wohnsitz in ein Land mit niedrigen Kapitalertragssätzen verlagern. Bei Immobilien bin ich der Willkür des Staates ausgeliefert.

  • Alexander

    Hervorragend geschrieben. Gibt schon mal 10 Sterne.

    Ich habe die gleichen Gedanken, wie EX-Studentin und stimme Matthias zu, ab einer gewissen Grenze lohnt sich der Umzug ins Ausland.
    Ob ich nun 5 Mio oder 20 Mio Steuer zahle, das spielt schon eine Rolle.

    Da ich nun nicht in solch eine Einkommensklasse falle, werde ich einfach eine Rechnung erstellen, wie sich meine Kapitalsteuerlast verringert, wenn ich weniger Einkommen habe. Irgendwo werden sich diese Kurven schneiden. Das heist, ich arbeite weniger Stunden und habe unterm Strich das gleiche Gesamteinkommen zur Verfügung. Diese Mühe lohnt aber erst, wenn Tatsachen beschlossen sind. Jedenfalls wird in Deutschland Leistung und Sparen bestraft. Es wird einem immer schwerer gemacht, im Alter nicht in die Grundsicherung zu fallen. Inzwischen bin ich soweit, dass ich es nicht mehr ausschließe, meinen Lebensabend im Ausland zu verbringen, wenn die Frustrationsgrenze erreicht ist.

  • Chrisi

    Die Steuer wird auf jeden Fall erhöht. Sparen tun die Politiker nur an der falschen Stelle. Die Augaben werden immer mehr. Und mit der Neiddebate kommt man überall durch.
    Am besten ist es wirklich, wenn man in der Pension ist, ins Ausland zu ziehen.
    Ich sehe im Alter eine gemeine, aber typsiche Politiker-Möglichkeit: Alle bekommen eine Minimalpension, den mehr ist nicht da. Und jeder der etwas hat, weil er gespart hat, muss erst sein Vermögen aufbrauchen, bevor er was bekommt. Also bist als Sparer immer der Doofe.

  • wirtschaftswaise

    Der Raubzug des nimmersatten Staates gegen die eigenen Bürger geht weiter. Umverteilung und Neid gehen vor Eigenverantwortung und Leistung.
    Wenn Grüne und Linkspartei Schäuble zustimmen, dann sollte man sowieso hellhörig werden. Diese Woche war es in der Tagesschau wieder soweit, als über die Abschaffung der Abgeltungssteuer berichtet wurde. Die Gier in den Augen der vollversorgten Linksparlamentarier (viele von denen haben nur ein paar Semester Studium in einem Laberfach als Berufsqualifikation vorzuweisen) war gut zu erkennen, als sie mal wieder davon faselten, endlich die „Besserverdienenden“ zu schröpfen. Nur, wer selber nicht wirklich für seinen Lohn bzw. seine Altersversorgung arbeiten muss, kann solchen Stuss von sich geben.

  • Ric Beitragsautor

    @ Ex-Studentin
    Tja, ich meine sparen ist immer besser als nicht sparen. Aber der Staat macht es uns immer schwerer. Das eigentlich gerechte deutsche Fürsorgesystem wird immer ungerechter. Auch ich habe kein Bafög bekommen, weil meine Eltern gut verdient haben. Im Klartest, mein Vater ist so wie ich Projektingenieur, kein Millionär.
    Ich meine, für den Staat ist es doch schlecht, wenn man freie und unabhängige Bürger hat. die machen ja was sie wollen. Besser ist eine abhängige und dadurch lenkbare Bevölkerung.

    @ Matthias
    Das mit der Verlagerung des Wohnsitzes stimmt. Kann man machen. Das Problem ist jedoch eigentlich eher während der Ansparphase, da man dann dem Zinseszins den Wind aus den Segeln nimmt. Also eigentlich müsste man jetzt in ein Land mit einem angenehmeren Besteuerungssystem wie den USA ziehen. Wenn man erst einmal von den Dividenden lebt, dann fällt man wahrscheinlich in den meisten Fällen sowieso auch jetzt schon durch die Günstigerprüfung unter die 25%. Daran würde sich nichts ändern.

    @ Alexander
    freut mich, dass dir der Artikel gefällt. Dankeschön.
    Wenn du Summen von 5 oder 20 Mio. EUR hast, dann sollte man auf jeden Fall darüber nachdenken. 😀
    Ich schließe so wie du auch nicht aus, dass ich meinen Lebensabend im Ausland verbringe. Ggf. weniger Steuern, vor allem aber günstigere Lebenshaltungskosten und vielleicht auch besseres Wetter.

    @ Chrisi
    Du hast recht. Die Ausgaben werden mehr. Ich will nicht gegen den Staat hetzen, denn nicht alles ist falsch. Aber wenn ich als Behördenleiter jedes Jahr ein gewisses Budget bekomme und im nächsten Jahr weniger bekommen würde, wenn ich nicht alles ausgebe würde, was würde ich wohl machen?! Die meisten geben alles aus, jammern dass sie damit nicht hinkommen und versuchen um nächsten Jahr mehr durchzudrücken.
    In Konzernen läuft das anders. Nicht immer, aber immer häufiger müssen die Abteilungsleiter ihre Budgets jedes Jahr neu berechnen und beantragen, ausgehend von einem Budget von 0 EUR. Das nennt man „Zero-Based Budget“ also Nullbasisbadget.
    Das was du beschreibst wird bei Harz4 so praktiziert. Ich hoffe das es bei der Rente so nicht kommt, denn dann würde ich wirklich das Land verlassen.

    @ Wirtschatfswaise
    Du hast recht. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

    Viele Grüße an alle
    Ric